01. Oktober 2016

Ölwehrausbildung in Eißel an der Weser

Ein Sportboot hatte Öl verloren; wir haben den Ölfilm auf der Weser in Thedinghausen-Eißel entdeckten. So oder ähnlich könnte der Anruf bei Feuerwehr-Rettungsleitstelle lauten. Jedoch an diesem Samstag war es nur eine Übung mit Ausbildungscharakter. Entlang der Weser gibt es mehrere Ölwehrgruppen, die von den Freiwilligen Feuerwehren gestellt werden. Es gibt in der Samtgemeinde Thedinghausen vier Ölwehrgruppen, die aus den Feuerwehrwehren Dibbersen-Donnerstedt, Holtorf-Lunsen-Werder, Horstedt und Intschede bestehen. Aus diesen vier Gruppen kommen die Einsatzkräfte für den Aufbau einer Ölsperre. Die erforderlichen Gerätschaften für die Ölsperre werden von der Feuerwehrtechnische-Zentrale (FTZ) ausgegeben. An diesem Samstag trafen sich vormittags die Feuerwehr aus Holtorf-Lunsen-Werder und Intschede für den Aufbau der Ölsperre. Nach einer kurzen Unterweisung wurde die Sperre aufgebaut, der Befestigungspunkt bestimmt, der Ölschlengel am Ufer ausgelegt und mit Anker und Zugseil befestigt. Der Ölschlengel besteht aus Gummihüllen, die mit Schaumstoffplatten verstärkt sind. An der Unterseite sind Gewichte befestigt, damit die Platten senkrecht im Wasser stehen. Nachdem alles miteinander verbunden war, konnte mit dem Boot der FTZ die Ölsperre mit einem Seil ins Wasser gezogen werden. Während die Sperre ins Wasser gezogen wird, gibt ein Gruppenführer Anweisungen, wie weit der Ölschlengel in die Flussmitte gezogen wird. Wenn die Sperre einen Winkel von 10 Grad zum Ufer erreicht hat, gibt er Anweisung an die Bootbesatzung, das Seil auszuklinken. In diesem Moment fällt der Anker auf den Grund und verhakt sich. Die V-förmige Wasseroberfläche sammelt die Ölverschmutzung an der Spitze und dort kann die Verschmutzung abgesaugt werden. Damit am Nachmittag auch die weiteren zwei Feuerwehren üben konnten, wurde alles abgebaut und am Ufer deponiert. Die Mitarbeiter der FTZ konnten nun eine Mittagspause machen und sich für die Übung der Nachmittagsgruppen stärken.

 


16. März 2016

Truppmannausbildung

Geschafft: Ein weiterer Kamerad aus Intschede hat die Lizenz zur Brandbekämpfung erhalten. Was bis vor wenigen Jahren noch Grundlehrgang hieß, wird nun Truppmannausbildung genannt (es werden aber auch Frauen ausgebildet!). Es handelt sich hierbei um eine Ausbildung, die jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann durchlaufen muss. In diesem Jahr wurde unser Kamerad Marcus fit gemacht. Nun darf er auch ein Strahlrohr mit Wasser halten und nicht nur außerhalb des Gefahrenbereichs bis zum Verteiler vorgehen.

Die Ausbildung beinhaltet eine theoretische Ausbildung, die sich über mehrere Abende im Feuerwehrhaus in Thedinghausen abspielt. Die praktische Ausbildung findet an den jeweiligen Wochenenden auf dem Gelände der Gudewill-Schule in Thedinghausen statt. Bei der praktischen Ausbildung wird ein Löschangriff der Löschgruppe durchgeführt. Die Funktionen innerhalb der Löschgruppe und deren Aufgaben werden den Teilnehmern derart verinnerlicht, dass sie selbst im Dunkeln alles beherrschen.

Das Ausbilderteam um Kurt Wittenberg hatte dieses Jahr vom 13. Februar bis zum 16. März den Ausbildungsauftrag. Viermal in der Woche hatte das Team alle Hände voll zu tun, um den 22 Teilnehmer(innen) das Rüstzeug für den Feuerwehreinsatz zu vermitteln. Die Teilnehmer wurden in 70 Stunden in vielfältigen Bereichen wie z.B. Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Fahrzeugkunde, Gerätekunde, Einsatztaktik, der Löschangriff, Einsatz von Wasserentnahmestellen, Organisation der Feuerwehr, ausgebildet.

Zusätzlich zu der Feuerwehrthematik gehört auch die Erste-Hilfe-Ausbildung. Diese wird von einer entsprechenden Hilfsorganisation durchgeführt. Die Teilnehmer wurden in 9 Unterrichtseinheiten (á 45 Minuten) durch den Ambulance-Service-Nord e.V. geschult. Schwerpunkt dieser Ausbildung waren die Versorgung von Verletzten, die Verletztenbetreuung, die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die stabile Seitenlage, die Menschenrettung aus Fahrzeugen, die Helmabnahme bei Motorradunfällen, etc.

Dank gilt allen Ausbildern, die sich in ihrer Freizeit für die Ausbildung neuer Feuerwehrmitglieder einsetzten. Viele Ausbilder sind schon seit vielen Jahren in der Ausbildung tätig.


25. Februar 2016

Gruppenführerfortbildung - ELW 1

Bei größeren Schadensereignissen, wie z.B. ein Mittelbrand mit 2 bis 3 Strahlrohren im Einsatz oder einem Hilfeleistungseinsatz, bei dem 2 bis 5 Feuerwehren im Einsatz sind, wird automatisch der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Thedinghausen mitalarmiert. Im Feuerwehralltag wird dieses Fahrzeug "ELW 1" genannt. Da es das kleinste ELW ist, hat es die Größenbezeichnung "1" erhalten. Es gibt ferner noch die Größenbezeichnung "2" und "3" unter den Fahrzeugvarianten.

Am Donnerstag, den 25. Februar wurden nun das ELW 1 den Führungskräften der Feuerwehr Intschede vorgestellt. Das Fahrzeug wurde durch den Kameraden Jens Gieschen von der FF Thedinghausen erklärt und vorgeführt.

In dem Führungsfahrzeug befinden sich 4 Arbeitsplätze, davon sind 2 Plätze mit Computertechnik ausgestattet die von 2 Funkern bedient werden. Ein Arbeitsplatz wird durch eine Führungskraft besetzt, die aber hauptsächlich den Einsatzleiter beratend zur Seite steht und den Kontakt mit dem ELW 1 hält. Der vierte Platz wird durch den Fahrer besetzt, der nach Möglichkeit Maschinist und Atemschutzgeräteträger sein soll. Er unterstützt die Atemschutztrupps mit einer Wärmebildkamera zwecks Auffinden von Personen, der Brandnester oder brennender Zwischenräume.

Dem örtlichen Einsatzleiter soll dieses Fahrzeug incl. Besatzung die Arbeit erleichtern und sie verbessern. Dazu tragen insbesondere die moderne Funktechnik und die Lagekarte bei.

Der Kamerad Jens Gieschen erklärte das Fahrzeug sehr umfangreich. Er ging auf die Funk- und Computertechnik ein und hatte noch einige Überraschungen in der Beladung des Führungsfahrzeuges parat.

Zum Schluss wurde noch besprochen, welche Vorteile das Fahrzeug für Einsätze im Bereich Intschede hat. Jens Gieschen erklärte, dass er weiteren Feuerwehren dieses Fahrzeug vorführen und die Möglichkeiten und Vorteile zeigen möchte.

 

Unser Dank gilt dem Kameraden Gieschen, dass er uns in seiner Freizeit das neue Fahrzeug vorstellt und erklärt hat.

 


13. Februar 2016

Löschen von Gasbränden 

Am Samstag fuhren wir mit 3 Kameraden in das Nachbarland Bremen. Dort wurden wir in der Gasbrandbekämpfung in dem Betriebswerk Woltmershausen der SWB-Wesernetz geschult. Die Ausbildung wurde durch den SWB-Mitarbeiter Matthias Meyer (Ortsbrandmeister der FF Bassen) durchgeführt. Zunächst wurde uns das Thema „Gas“ theoretisch nähergebracht. Folgende Punkte wurden angesprochen:

  • Technik des Gasleitungsnetzes
  • Transport und Verteilung
  • Zusammensetzung von Erdgas
  • Gefahrenviereck
  • Hausanschlüsse
  • Explosionsgeschützte Ausrüstung
  • Maßnahmen im Schadensfall:
  • Baugrube
  • Gebäude kühlen
  • Gasaustritt mit Flamme
  • Gasaustritt ohne Flamme

Danach erhielten wir durch Matthias Meyer eine praktische Unterweisung; wir durften einen richtigen Gasbrand löschen. Mit Wasser war ein Löschen nicht möglich, jedoch mit Pulver. Wir konnten die Löschversuche mit Pulverlöscher der Pulverart ABC erfolgreich durchführen. Dabei heißt die Devise: Klotzen und nicht Kleckern. Es wurde uns gezeigt, welche Auswirkungen das Feuer auf die Bekleidung der Mitarbeiter in einer Baugrube haben kann.
 
Es kommt zu einer Explosion oder einem Brand wenn folgende vier Bedingungen gleichzeitig eintreten:

  •     Luft bzw. Sauerstoff
  •     brennbarer Stoff (Erdgas)
  •     Mischungsverhältnis von Gas/Luft innerhalb des Explosionsbereiches
  •     Zündquelle mit ausreichender Zündenergie

Herzlichen Dank noch an Matthias Meyer und seinen Kollegen, die uns etwaige Ängste vor Gasbränden genommen haben.